Meine Arbeitsweise des Übersetzens
Zwischen Sprache und Musik liegt ein Raum. Zwischen zwei Sprachen liegt ein Raum. Zwischen dem Körper und der Musik ist die Stimme. Und zwischen dem Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen liegt Zeit. Übersetzen ist das Setzen der eigenen Worte und Zeichen in Bezug auf etwas Gegebenes. Es gibt also eine Verbindlichkeit, für die ich mich entscheide, unabängig davon wie nah oder weit die Übersetzungen am Ausgangspunkt zu liegen scheinen.
Über-setzen von wo nach wo ? Von welchem Ufer stosse ich mich ab und welchem Ufer trage ich etwas zu ? Hier wird nichts transportiert. Hier begebe ich mich zwischen die Sprachen.
Meine Arbeiten entstehen aus der Wahrnehmung im Lesen, Sprechen, Singen und Hören. In dem Sinne, wie alles Gegebene immer wieder neu gehört werden muss, damit es gehört wird und zu Gehör kommt, sich also in der Wahrnehmung neu hervorbringt.